22. Juni 2026
Unternehmen

Ruhestand und Unterricht: Marlies Donak engagiert sich für die Bildung

Marlies Donak ist eine von über 250 Ruheständlern, die nach jahrzehntelanger Lehrtätigkeit den Unterricht im Land unterstützen. Ihr Engagement zeigt die Bedeutung von Bildung.

vonLaura Schmidt22. Juni 20262 Min Lesezeit

In Deutschland stehen viele Schulen vor der Herausforderung, qualifizierte Lehrkräfte zu finden. Seit 1968 unterrichtet Marlies Donak und ist nun eine von über 250 Ruheständlern, die den Unterricht im Land aktiv unterstützen. Diese Entwicklung wirft einige Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die Rolle von Pensionären im Bildungssystem und die gängige Annahme, dass lehrende Ruheständler nur im Hintergrund agieren.

Mythos: Pensionierte Lehrer sind für die Bildung nicht mehr relevant

Viele Menschen glauben, dass Ruheständler, insbesondere in Berufen wie dem Lehramt, nicht mehr an der aktiven Bildungsgestaltung teilnehmen können. Diese Annahme ist jedoch zu einfach. Marlies Donak und ihre Kollegen beweisen, dass ihre umfangreiche Erfahrung und ihr Wissen für aktuelle Bildungsprozesse von großem Wert sind. Pensionierte Lehrer bringen nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch pädagogische Fähigkeiten mit, die für die Entwicklung von Schülern entscheidend sein können.

Mythos: Lehrer im Ruhestand haben kein Interesse an der Bildung von morgen

Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass ältere Lehrer nur an ihrem eigenen Ruhestand interessiert sind und kein Interesse an der zukünftigen Entwicklung des Bildungssystems haben. Das Gegenteil ist der Fall. Marlies Donak ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele pensionierte Lehrer tiefes Interesse und Engagement für das Wohlergehen ihrer ehemaligen Schüler und die zukünftige Generation zeigen. Sie möchten ihr Wissen weitergeben und sind oft bereit, neue Lehrmethoden zu erlernen und anzuwenden.

Mythos: Lehrkräfte, die in den Ruhestand gehen, ziehen sich vollständig aus dem Bildungsbereich zurück

Es herrscht die Meinung, dass Lehrer, die in den Ruhestand gehen, sich vollständig aus dem Bildungsbereich zurückziehen und nicht mehr involviert sind. In Wirklichkeit zeigen viele Ruheständler, darunter Marlies Donak, eine bemerkenswerte Bereitschaft, weiterhin an Schulen zu arbeiten, sei es als Aushilfslehrer, in Projekten oder als Mentoren. Diese ehemaligen Lehrer bringen frische Perspektiven und Ideen in Schulen und helfen dabei, den Unterricht zu bereichern.

Mythos: Altersdiskriminierung im Bildungsbereich ist unbedeutend

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Altersdiskriminierung im Bildungsbereich nicht existiert oder bedeutungslos ist. Tatsächlich gibt es viele Berichte, die darauf hinweisen, dass ältere Lehrer oft weniger Chancen auf Festanstellungen oder Projektbeteiligungen haben. Marlies Donak erlebt dies selbst und wird oft nur auf die eingeschränkten Möglichkeiten reduziert, die für junge Lehrkräfte geschaffen wurden. Dies kann zu einer wertvollen Ressourcenverschwendung führen, da die Erfahrungen und Kenntnisse älterer Lehrer oft ignoriert werden.

Mythos: Der Ruhestand endet die berufliche Identität

Es wird häufig angenommen, dass der Ruhestand das Ende der beruflichen Identität eines Lehrers markiert. Dies spiegelt sich jedoch nicht in der Realität wider. Für viele Lehrer wie Marlies Donak ist der Ruhestand nicht das Ende, sondern ein Übergang zu einer neuen Form des Engagements. Sie finden Wege, um aktiv zu bleiben, ihre Fähigkeiten einzubringen und die Bildungsgemeinschaft weiter zu unterstützen.

Das Engagement von Marlies Donak und ihren Kollegen zeigt, dass Pensionäre im Bildungsbereich eine wertvolle Ressource sind. Ihre Erfahrungen, ihr Engagement und ihre Bereitschaft, weiterhin zu lernen und zu lehren, sind von unschätzbarem Wert für eine zukunftsträchtige Bildung. Diese Tatsachen sollten sowohl von Schulen als auch von der Gesellschaft als Ganzes anerkannt werden, um die Bildung für kommende Generationen zu sichern.

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